Aktuell

Gemeinderatsausflug 2019


Zwei Tage im Nordschwarzwald unterwegs
Gemeinderat auf Abschlussfahrt / Beeindruckende Kurstadt Baden-Baden

GR-Ausflug 2019


Fluorn-Winzeln. Weil acht der bisherigen 14 Mitglieder des Gemeinderats in der neuen Wahlperiode nicht mehr dabei sind, unternahmen die Mitglieder des Gremiums zum Ende ihrer Amtszeit mit Ehepartnern, Bürgermeister und Verwaltungsspitze einen gemeinsamen Ausflug in zwei interessante und geschichtsträchtige Städte des Nordschwarzwaldes.
Bereits für den ersten Halt am Schliffkopf hatte Gemeinderätin Daniela Ruf ein Sektfrühstück im Freien organisiert, was die ohnehin gute Stimmung der Reiseteilnehmer bei herrlichem Sonnenschein gleich noch bekräftigte.
Eine zweistündige Stadtführung in der weltberühmten Kur- und Bäderstadt Baden-Baden bildete danach den Auftakt des interessanten Rahmenprogramms. Festspielhaus, Trinkhalle, Spielcasino, Frieder-Burda-Museum, aber auch die Lichtentaler Allee mit den weitläufigen Parkanlagen luden ein zum Promenieren entlang der Oos. Weitere interessante Gebäude in klassizistischem Baustil und die teils mondänen Auslagen in den Schaufenstern der Innenstadt beeindruckten die Ausflügler ebenfalls.
Den Nachmittag verbrachten die Fluorn-Winzelner Gemeinderäte in den Weinbergen rund um die Kurstadt. In Schloss Neuweier, einem kleinen aber feinen Weingut am Fuße des Mauerbergs konnte man schließlich noch unter fachkundiger Anleitung des Kellermeisters mehrere edle Tropfen vom Pinot Noir, Chardonnay oder trockenen Riesling bis zum exklusiven Jahrgangssekt genießen.
Spannend verlief der Samstagabend, den die meisten nach einem Altstadtbummel in der belebten Fußgängerzone zum Besuch der Spielbank nutzten. Die kurze Einführung in die möglichen Strategien beim klassischen Roulette war noch kostenlos, der Einsatz danach an den Spieltischen natürlich nicht mehr. Aber der solide Schwabe weiß ja mit seinem „Spiel“-Geld umzugehen und eine Teilnehmerin konnte tatsächlich Bares gewinnen. Den anderen blieb der Trost, dass nicht nur ihr Kleingeld, sondern insgesamt über 90 Prozent des eingesetzten Kapitals in der Regel bei der Bank verbleiben.
Nach einem ausgiebigen Frühstück machte man sich am Sonntag auf den Weg nach Pforzheim. Die am Ende des zweiten Weltkrieges fast komplett zerstörte Schmuckstadt bietet heute auch wieder ihre Reize. Das Gasometer, als einziges noch erhaltenes Gebäude des ehemaligen Gaswerks, versorgte die Stadt bereits um 1853 auf öffentlichen Straßen und Plätzen mit Gaslicht und brachte für damalige Verhältnisse im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel.
Heute finden dort vor allem künstlerisch außergewöhnliche Ausstellungen statt. Aktuelles Thema in diesem Sommer ist ein 360-Grad-Panorama in 3D-Animation über die Unterwasserwelt am Great Barrier Reef in Australien. Der Fotokünstler Yadegar Asisi zeigt auf dem riesigen Rundbild auf faszinierende Weise die Farbenpracht und Wunderwelt Korallenriff unter der Meeresoberfläche. Was die Besucher in dem klimatisierten mehrstufigen, nach oben offenen, alten Stahlgebäude geboten bekamen, war außerdem eine willkommene Abwechslung zu den inzwischen auf über 30 Grad angestiegenen Außentemperaturen.
Bevor am sonnigen Spätnachmittag die Heimfahrt angetreten wurde, konnte sich die Reiseschar bei einem spontanen Festbesuch im benachbarten großen Biergarten nochmals gut verköstigen und sich von einer Nostalgie-Band musikalisch in die 60-er und 70-er Schlagerwelt entführen lassen.

Von Manfred Kaufmann